The show must go on!

Das Team von RCH über seine Erfahrungen auf der EuroShop 2020 in Düsseldorf





Wie könnte man einen Messebericht schreiben, ohne das „C“-Wort aufzugreifen…?

Es ist ein schwieriges Jahr für Messen, und für Reisen allgemein. Der Coronavirus war in der Tat in aller Munde (doch hoffentlich nicht auf jedermanns Händen…), und es war von vorneherein klar, dass einige Leute dieses Jahr der Veranstaltung fernbleiben würden. Die Hallen der EuroShop 2020 waren merklich ruhiger als sonst.

Aber für uns bei RCH ist die Möglichkeit, unsere Vertriebs- und Geschäftspartner sowie Nutzer persönlich zu treffen, von wesentlicher Bedeutung. Natürlich mit den angemessenen Sicherheitsvorkehrungen – wir hatten uns mit literweise Handdesinfektionsmitteln bewaffnet und waren darauf vorbereitet, andere Messebesucher eher per „Faustcheck“ als per Handschlag zu begrüßen - wir waren also sicher, dass der Besuch einer Messe wie der Euroshop 2020 statistisch gesehen ziemlich ungefährlich sein würde. Und unsere Erlebnisse dort haben diese Anstrengungen mehr als wettgemacht.

Wir hatten den Eindruck, dass die Besucher in diesem Jahr mit anderen Erwartungen an die Messe herangegangen waren. In den vergangenen Jahren lag der Fokus sehr deutlich auf dem Thema Innovation – sowohl was das Produktangebot als auch die Rhetorik der Teilnehmer anging. Dieses Jahr waren die Nutzer jedoch mit sehr genauen Vorstellungen in die Messe gegangen. Sie waren nicht zur EuroShop gekommen, um „zu gucken, was es so gibt“, sondern wollten sehen, welche konkreten Lösungen für ihren Bedarf angeboten wurden.

Innovation – disruptiv oder Schritt für Schritt?

Dieser „lösungsorientierte Ansatz“ kam uns sehr gelegen. Für uns war es immer schon wichtiger, Anwendern Lösungen für aktuelle und bevorstehende Herausforderungen anzubieten, als das Rad neu zu erfinden, nur um zu beweisen, was wir alles können.

Natürlich ist Innovation immer der Kern unseres Tuns – aber allgemein ziehen wir einen schrittweisen Ansatz einem revolutionären vor. So haben Anwender eine bessere Möglichkeit, ihre Denkweise und ihre Prozesse an die Neuerung anzupassen – wodurch eine gleichmäßigere Lernkurve erreicht wird, die den Geschäftsbetrieb nicht stört. ‚Disruptive‘ Innovationen mögen in Verbrauchermärkten ihre Berechtigung haben, aber Unternehmen benötigen Produkte, die ihren Anforderungen gerecht werden und sich positiv auf ihre Leistungsfähigkeit auswirken, ohne einmal pro Jahr alles von Grund auf neu erlernen zu müssen.

Das heißt nicht, dass wir nicht an grundlegende Änderungen des unternehmerischen Denken und Handels glauben – wir glauben, dass Kreativität, Innovation und die Bereitschaft, umzudenken, Grundvoraussetzungen für jede Branche sind, besonders für die unsere. So haben viele Komponenten von ATOS 15 das Management von Unternehmen im Einzelhandel und der Gastronomie stark verändert. Sie konnten eine Buchhaltungspraxis integrierten, die für kleine Unternehmen noch vor zehn Jahren als unmöglich galt.

Aber die Einführung einer solchen Möglichkeit kann nicht von jetzt auf gleich erfolgen. Einzelhandel und Gastronomie sind so schnelllebig wie konstant, sie sind nahezu rund um die Uhr aktiv, sodass für ein komplettes Umlernen keine Zeit bleibt. Neuerungen sollten daher sowohl schrittweise erfolgen als auch intuitiv sein und den Anwender mit der Zeit an eine neue Art der Nutzung heranführen, anstatt im Hauruck-Verfahren Neues einzuführen und Chaos zu stiften.

Eine schrittweise Einführung einer Neuerung stellt auch sicher, dass sowohl wir als auch der Endnutzer prüfen können, dass sie in die richtige Richtung geht und das tut, was sie soll: Unternehmen dabei unterstützen effizient zu arbeiten, exzellenten Service anzubieten und Gewinne zu erzielen.

Stil und Substanz

Beim Gespräch mit Händlern und Anwendern tauchten zwei Schlüsselthemen auf: Eines war nicht technischer Natur und betraf den Stil. EPOS-Systeme nehmen einen dominierenden Platz im Laden oder Restaurant ein, doch ihre Ästhetik wird allzu oft stiefmütterlich behandelt. Da es sich dabei um technische Geräte handelt, wird ihnen ohne groß zu überlegen ein allgemein „futuristischer“ Technologie-Look verpasst. Grau und Plastik sind häufig das Gebot der Stunde.

Das ist vermutlich der Grund, warum unsere Cortina 59-Serie so gut aufgenommen wurde. Laut RCH-Geschäftsführer Stefano de Pra verfügt sie über ‘einen klassischen, mechanischen Look mit allen elektronischen Funktionalitäten eines modernen EPOS-Systems’. Es ist kein Zufall, dass der Name historisch auf das klassische Retro-Styling des Ford Cortina anspielt, auch wenn man argumentieren könnte, dass der Name genauso gut eine Hommage an die atemberaubend schöne italienische Region Cortina sein könnte (die zufällig auch Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2026 ist).

Doch egal wer der Namensvetter ist, die kräftigen Farben und das markante Design der Cortina 59 setzen ein Zeichen: So eignet sich die Cortina 59 besonders für Shops und Restaurants, die Atmosphäre und Ausstattung als wesentlichen Teil ihres USP begreifen.

Das zweite Thema, die Substanz, wird von A-IRON verkörpert, einem System, das wir für den Einsatz im Einzelhandel entwickelt haben. A-IRON basiert auf unserem ATOS 15-Konzept und wartet mit einem schlanken, industriellen Look voller anmutiger Kurven und einer eleganten Metalloberfläche auf. A-IRON ist nicht nur Teil der Ausstattung eines Shops, sondern wird zu einem echten Hingucker.

Der klare visuelle Reiz beider Lösungen wurde durch die vielen spontanen Besuche auf unserem Messestand belegt - Besucher, die überhaupt nicht nach EPOS-Lösungen suchten, hielten an, um einfach nur die beiden schönen Geräte anzuschauen, die so ganz im Gegensatz zu anderen Angeboten auf dem Markt stehen.

Deutschlands künftige Steuerpolitik

Das andere wichtige Thema waren - wenig überraschend - die steuerrechtlichen Veränderungen, die aktuell auf dem deutschen Markt umgesetzt werden. Glücklicherweise haben wir bereits ähnliche Veränderungen auf dem italienischen Markt durchlaufen und sind seit einigen Jahren auf dem deutschen Markt präsent, so dass unsere Produkte dafür mehr als bereit sind.

Es werden vermutlich noch einige Änderungen eintreten, wenn die deutsche Regierung sich weiter mit dem Thema befasst - aber glücklicherweise sind wir aufgrund unserer Marktkenntnis und unserer internen Beweglichkeit gut aufgestellt, um unsere Systeme so weiterzuentwickeln, dass alle unsere Produkte gesetzeskonform sind.

Und nicht nur die deutsche Regierung, auch wir bei RCH haben in diesem Jahr noch die eine oder andere Neuerung in petto...